Am Nachmittag werden parallel ein Vortrag und verschiedene Workshops in der Zeit von 14.00 bis 15.15 Uhr und von 15.45 bis 17.00 Uhr angeboten.

 

VORTRAG

Zwischentöne

Musiktherapeutische Zugänge zu inklusivem Musizieren

Seit über 20 Jahren wird in den Auftrittsgruppen des Diakoniewerks Gallneukirchen im Rahmen der Musiktherapie mit Menschen mit geistiger Behinderungen intensiv daran gearbeitet, die eigenen musikalisch-künstlerischen Fähigkeiten zu entdecken, weiterzuentwickeln und in der Folge auch in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Unsere musiktherapeutische Haltung hilft uns dabei, musikpädagogische Inhalte umzusetzen und unsere Klient*innen in ihrer musikalischen aber auch persönlichen Entwicklung zu begleiten.

In unserem Vortrag werden wir aus dem Nähkästchen plaudern und über Tipps und Tricks, Gelungenes aber auch Schwieriges aus dem Arbeitsalltag berichten.

MMag. Veronika MossbauerVeronika Mossbauer
Musiktherapeutin, Klinische und Gesundheitspsychologin
Seit 1998 als Musiktherapeutin am Therapiezentrum des Diakoniewerkes Gallneukirchen; Musiktherapeutin und Klinische und Gesundheitspsychologin in freier Praxis;
Supervisorin für Musiktherapeut*innen;
Kirchenmusikerin und Chorleiterin
diverse Vortrags-, Workshop- und Seminartätigkeit

Stefan Vogtstefan vogt
Musiktherapeut, Rhythmik Lehrer, Tanztherapeut
Seit 1995 Leitung des Teams Musik- und Tanztherapie im Therapie Zentrum Linzerberg des Diakoniewerkes Gallneukirchen. Hier unter anderem Gründung und Aufbau mehrerer Ensembles mit vielen erfolgreichen Auftritten.
1987 bis 1994 Ensemble Mitglied im Tanztheater Homunculus.
Unterrichtstätigkeit im Rahmen der Sonderkindergarten Ausbildung. Vorträge und Workshops in den Bereichen Tanz und Percussion.

 

WORKSHOP

Keine Angst vor der leeren Fläche

Zeichnen und Malen im Kleinformat

Wer vor einem weißen Blatt Papier sitzt und dieses gestalten will, kennt vielleicht das Problem mit der leeren Fläche. Womit fängt man, welche Elemente, Linien und Farben sollen wo angeordnet werden?
Manchmal lähmen die vielen Fragen alle Kreativität, und der Anfang fällt sehr schwer. Einige einfache Tricks können helfen, dass es gar nicht erst zu Kreativitätsblockaden kommt, denn der Blick für leere Flächen und mögliche Gestaltungsoptionen lässt sich trainieren.
Meist hat die Scheu vor dem weißen Blatt auch mit viel zu großem Anspruchsdenken zu tun.
Also, warum nicht erst einmal experimentieren?
Am Workshop werden integrativ auch beeinträchtigte Menschen aus dem Institut „Schön für besondere Menschen“ teilnehmen. Dabei können wir beobachten - und vielleicht auch von ihnen lernen - wie sie mit einer unmittelbaren Selbstverständlichkeit und mit spontaner Begeisterung an die Gestaltung der leeren Flächen herangehen.
Beim Workshop soll ein bereichernder Austausch mit allen daran Teilnehmenden stattfinden.

Portrait Schoeller ManfredManfred Schöller
*1961 in Braunau am Inn
Studium Bildhauerei an der Kunstuniversität Linz, Diplom 2001
Universitätslehrgang Musik- und Medientechnologie an der Bruckneruniversität Linz, Diplom 2007
Zahlreiche Bildhauersymposien und Ausstellungs-beteiligungen im In- und Ausland
Seit 2006 Lehrtätigkeit im OÖ. Landesmusikschulwerk im Fach Klang und Farbe (LMS Kirchdorf an der Krems/ Institut „Schön für besondere Menschen“)
Lebt und arbeitet als bildender Künstler und Musiker in Linz

 

WORKSHOP

Die Beziehungsqualität als Grundlage Inklusiven Musizierens

Das EBQ-Instrument in der Praxis

Beziehung ist die Grundlage der menschlichen Entwicklung und sollte vor allem in pädagogischen Kontexten einer genaueren Betrachtung unterzogen werden. Inklusive Lernkontexte in heterogenen Gruppen gelingen vor allem dann, wenn die unterschiedlichen Fähigkeiten und Bedürfnisse der Schüler mit und ohne Behinderung und ihre Beziehungsfähigkeit richtig eingeschätzt werden und darauf aufbauend die Angebote der Lehrenden an die Lernenden individuell angepasst werden.
Ziel des Workshops ist es, das Beobachtungsinstrument für die Einschätzung der Beziehungsqualität (EBQ-Instrument) vorzustellen und exemplarisch praktisch anzuwenden. Das von Karin Schumacher und Claudine Calvet entwickelte EBQ-Instrument ermöglicht mit Hilfe bestimmter Merkmale die Art und Weise, wie zwischenmenschliche Beziehungsfähigkeit zutage tritt, richtig einzuschätzen und damit möglichst nachvollziehbar bestimmen zu können.
Durch die Anwendung des EBQ-Instruments wird den Lehrenden ermöglicht, geeignete Inhalte und didaktische Methoden für den Gruppenunterricht mit Kindern oder Erwachsenen mit Behinderungen oder Entwicklungsstörungen auszuwählen.
Der Workshop gibt einen Überblick über Inhalte und Methoden und illustriert diese anhand von Videobeispielen und praktischen Übungen.

Erik EsterbauerFoto Erik Esterbauer 2
Studium der Psychologie, Tonsatz und Komposition, Elementare Musik- und Bewegungspädagogik. 20 Jahre Praxis im Bereich Kinder-, Jugend- und Familienpsychologie sowie psychosozialer Rehabilitation und persönlicher Assistenz; 2016 Universitätsassistent (Post-doc) am Department für Musikpädagogik, seit 2017 Assistenzprofessor im Fachbereich „Musik und Tanz in Sozialer Arbeit und inklusiver Pädagogik (MTSI)“ am Department für Musik- und Tanzpädagogik – Orff-Institut der Universität Mozarteum Salzburg


FOTO petra lineckerPetra Linecker
Studium Musiktherapie an der mdw, IGP Jazzgesang in Linz und Wien, Universitätslehrgang Musikvermittlung an der ABPU.
1991 Start des Pilotprojekts MSO (Musikalische Sonderpädagogik) im Oö. Landesmusikschulwerk im Institut Hartheim
Seit 1993 Unterrichtstätigkeit an der Landesmusikschule Alkoven/ Marchtrenk im Fach Kreatives Musikgestalten und an der Landesmusikschule Gaspoltshofen Jazz- und Popularmusik Gesang
Seit 2002 Lehrende an der Anton Bruckner Privatuniversität 
Sängerin verschiedener Formationen im In- und Ausland und Komponistin 
Homepage www.petralinecker.com.

 

WORKSHOP

Inklusion interaktiv: Musik ohne Behinderung

Inklusives Musizieren – für den Workshopleiter Bernhard König erfordert das vor allem Offenheit, eine „exklusive“ Zuwendung zum jeweiligen Gegenüber und ein präzises Hinhorchen und Sich-Einlassen auf dessen ausdrucksmäßige Eigenarten und Besonderheiten.

Wir werden in diesem Workshop deshalb nicht nach einer vorgegebenen Agenda arbeiten, sondern uns gemeinsam in der „Kunst der Interaktion“ üben und – ausgehend von den Erfahrungen, Fragen und Ideen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer – kleine Improvisationskonzepte, Musikspiele oder dramaturgische Modelle für deren eigene künstlerische oder pädagogische Praxis entwickeln.

Portrait Bernhard König c Jane DunkerBernhard König
Der Komponist, Autor und Interaktionskünstler studierte Komposition bei Mauricio Kagel. Seither steht im Mittelpunkt seiner Arbeit die Konzeption, Umsetzung und systematische Erforschung einer „Experimentellen Gebrauchsmusik“.
Weitere Informationen:
www.schraege-musik.de und www.trimum.de

 

WORKSHOP

Erlebnis Rhythmus im Klassenzimmer!

Der Workshopleiter Andreas Huber gibt Einblick in seine Unterrichtsmethodik im Umgang mit Menschen mit verschiedensten Beeinträchtigungen und mit gemischten Ensembles!

Inhalt: Einführung - kurze Unterrichtseinheit - Erklärung und Umsetzung in die Praxis der verschiedenen Methoden - Umsetzung dieser auf Trommeln, Alltagsgegenständen, mit Bodypercussion,...

Andreas HuberFoto Andreas Huber 4
Studium Orchesterschlagwerk ABPU Linz
Zahlreiche Fortbildungen im Bereich „Ethnopercussion“ (Studienreise Guinea,....)Unterrichtstätigkeit:
Schlagwerklehrer LMS Enns
Lehrerfortbildungen PH Linz , Krems, Baden
Lehrerfortbildungen für Schlagwerk-, EMP- und Bläserklassenlehrer in OÖ und NÖ
Fortbildungen für Kindergarten- und Hortpädagogen
Arbeit mit „Kindern mit besonderen Bedürfnissen“ Sonnenschule Amstetten
Vater einer Tochter mit geistiger Beeinträchtigung