ERÖFFNUNG

Invita trumpets & friendsinvita trumpets

Im Zentrum dieses inklusiven Ensembles stehen Trompetenschüler/innen aus der Caritaseinrichtung invita (Menschen mit Behinderungen). Sie besuchen wöchentlich den Instrumentalunterricht in der Landesmusikschule Engelhartszell. Rund um die Trompeter/innen haben sich verschiedene Musikerinnen und Musiker gefunden, die Musik unterschiedlicher Genres zum Klingen bringen.
Leitung: Thomas Diesenberger

 

VORTRAG

Cluster Inklusion - Musikpädagogische Dissonanz oder die enharmonische Verwechselung guten Unterrichtens

Inklusion ist wirksames Reizwort und Containerbegriff gleichermaßen. Als Zielperspektive scheint sie vielversprechend und erstrebenswert, ihre praktische Umsetzung im musikpädagogischen Alltag gestaltet sich allerdings häufig anstrengend, kleinschrittig und als Aufgabe einzelner Spezialisten. Ein inklusiver Anspruch erscheint als schwer vereinbar mit Strukturen und Gegebenheiten des Bildungssystems im Allgemeinen und von Musikschulen im Speziellen. Auch der Begriff Inklusion selbst birgt innere Widersprüche. Der Vortrag stellt Fragen nach musikpädagogischen Zuständigkeiten, analysiert sozial-ethische Herausforderungen und diskutiert Ansatzpunkte eines inklusionsorientierten Musikunterrichts.

Juliane Gerland
FOTO Juliane Gerland a.pngstudierte Allgemeine Musikerziehung und Instrumentalpädagogik sowie Musiktherapie. 2014 Promotion an der TU Dortmund über die Auswirkungen des Musizierens auf die Selbst- und Fremdwahrnehmung. Von 2013 - 2015 war sie Lehrbeauftragte an der TU Dortmund, von 2015 – 2018 Juniorprofessorin für Kulturelle Bildung & Inklusion an der Universität Siegen. Seit 2018 ist sie Professorin für Musik in kindheitspädagogischen und sozialen Handlungsfeldern an der FH Bielefeld.


PODIUM

MusikSCHULE & Inklusion

Karl Geroldinger (Direktor des Oö. Landesmusikschulwerkes) und Petra Linecker (Lehrende an der Anton Bruckner Privatuniversität) im Dialog über Entwicklung und Perspektiven spezifischer Unterrichtsangebote in Oberösterreich und über nötige musizierpädagogische Qualifikationen.

Moderation: Bianka Wüstehube

 

VORTRAG

Heterogenität als ästhetische Zumutung

Als dialogorientierter Komponist arbeitet Bernhard König seit zwei Jahrzehnten immer wieder und mit großer Freude mit geistig beeinträchtigten Musikerinnen und Musikern zusammen. Anhand von praktischen Beispielen illustriert er, wie die "Zumutung Heterogenität" Gruppenprozesse und Begegnungen bereichern, aber auch erschweren, künstlerische Horizonte erweitern, aber auch verengen kann - und warum er seine eigene Arbeitsweise gerade nicht als "inklusiv" und "musikalisch barrierefrei" versteht.

Portrait Bernhard König c Jane DunkerBernhard König
Der Komponist, Autor und Interaktionskünstler studierte Komposition bei Mauricio Kagel. Seither steht im Mittelpunkt seiner Arbeit die Konzeption, Umsetzung und systematische Erforschung einer „Experimentellen Gebrauchsmusik“.
Weitere Informationen:
www.schraege-musik.de und www.trimum.de

 

BERICHT

Musikinstrumente für besondere Bedürfnisse

Der Linzer Instrumentenhersteller Karl Danner gibt Einblicke in seine Erfahrungen mit der Anpassung von Musikinstrumenten an individuelle körperliche Erfordernisse von Musiker*innen. Einige eigens für den Thementag gebaute Instrumente werden im Foyer der Anton Bruckner Privatuniversität ausgestellt. 

 

PERFORMANCE

grooving moving percussion & dance companypercussiondance2Wolfgang Simlinger

Diese Formation unter der Leitung von Andreas Huber besteht aus einem zwölfköpfigen Schlagwerkensemble und 13 Tänzerinnen und Tänzer mit und ohne Beeinträchtigung. Sie zeigt Ausschnitte aus der Produktion TIME WARP, die in Zusammenarbeit mit der LMS Enns und der Sonnenschule Amstetten entstanden ist. Das Stück führt auf eine unterhaltsame Fantasiereise und verbindet groovige Live-Musik mit mitreißenden Choreografien (Martina Holzweber-van Tijn) und Improvisationen.